Artikulationstherapie

Lautbildung und Aussprache verfeinern, um besser verstanden zu werden.

Keine Sprechweise gleicht zu 100% der anderen. Daher orientiere ich mich in der Artikulationstherapie an den individuellen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen der Unterstützung suchenden Menschen.

Um herauszufinden, ob Sie mit Ihrer Suche nach der geeigneten Logopädin für Ihre eigene Aussprache oder für die Artikulation Ihres Kindes bei mir richtig sind, finden Sie auf dieser Seite typische Ausgangssituationen für die Artikulationstherapie, Grundsätzliches zu meiner Arbeitsweise und formale Voraussetzungen für den Beginn einer Artikulationstherapie.

Mögliche Ausgangssituationen vor Beginn einer Artikulationstherapie:

Von der verwaschenen Aussprache zur verständlichen Alltagskommunikation

Die individuellen Ausprägungen der eigenen Sprechatmung, Stimmgebung und Artikulationsbewegungen wahrzunehmen, stellt oftmals eine entscheidende Etappe auf dem Weg zu einer mühelosen und gut verständlichen Aussprache dar.

Aufbauend auf einer verbesserten Wahrnehmung dieser entscheidender Faktoren, sowie der damit verbundenen Gedanken und Emotionen lassen sich im Laufe eines Sprechtrainings gezielte Maßnahmen setzen. Körperspannungen können reguliert werden, Bewegungen der Sprechatmung, der Stimmbänder und vor allem der Sprechmuskulatur gestärkt und geschmeidiger werden. Mit Spaß und Konzentration kann es gelingen, das Erlernte in alltagstaugliche Übungsschritte zu übertragen, mit denen Sie Ihrem individuellen Ziel näher kommen, mühelos verstanden zu werden.

Artikulationsschwierigkeiten bei Kindern sinnvoll unterstützen

Womöglich hat Ihr Kind Schwierigkeiten, einen oder auch mehrere Laute zu bilden. Ein einzelnes /s/ klingt womöglich wie ein /sch/, ein /k/ wird zum /t/ oder ein /d/ zum /b/.

Hier geht es im Laufe der Artikulationstherapie darum, zunächst die Bildung des einzelnen Lautes zu ermöglichen und dann auf immer komplexere Äußerungen anzuwenden. Kindgerecht, spielerisch und unter Umständen mit „fiesen Tricks“, die Ihr Kind in die Lage versetzen, Schritt für Schritt zu Erfolgserlebnissen zu gelangen.

Manche Kinder haben eine andere Variante der Artikulationsstörung. Bei der sogenannten Dyslalie können sie sehr wohl die einzelnen Laute bilden, haben aber Mühe, diese gemäß der sprachsystemischen Regeln zu verwenden. Sie lassen den Laut im Wort aus oder ersetzen ihn durch einen anderen.

Hier kann es während einer Artikulationstherapie sinnvoll sein, das Kind für den genauen Einsatzort des Lautes zu sensibilisieren. Mit Hilfe von Zwischenschritten wird ihm dabei geholfen, den Laut in zunehmend schwierigere Silben, Wörter und Sätze einzubetten.

In beiden Fällen lassen sich alltagstaugliche Teilaufgaben oder Hilfestellungen entwickeln, die Sie beiläufig und spielerisch in Ihren gemeinsamen Alltag integrieren können.

Grundsätzliche Herangehensweise in der Artikulationstherapie

Sich ab und zu nicht auf Anhieb verständlich machen zu können, ist durchaus in Ordnung. Schließlich haben wir es mit menschlicher Kommunikation zu tun. Eine anhaltend verwaschene Aussprache bietet jedoch immer wieder eine willkommene Angriffsfläche für Hänseleien und regelmäßige Missverständnisse können im Alltag durchaus das Miteinander belasten.

In vielen Fällen lassen sich im Rahmen einer individuell angepassten Artikulationstherapie aussprachebedingte Schwierigkeiten durch ein gezieltes Koordinationstraining der "Sprechwerkzeuge" nachhaltig abbauen. Insbesondere dann, wenn die Fähigkeit zur Eigenwahrnehmung und Reflexion gegeben ist.

Aber auch dann, wenn Bewegungsabläufe für die Betroffenen (z.B. infolge einer Erkrankung o.ä.) generell schwieriger zu koordinieren sind, lohnt sich die Suche nach einer Annäherung an eine möglichst verständliche Aussprache im Rahmen einer Artikulationstherapie. Darüber hinaus kann bei Bedarf auch überlegt werden, bestimmte Situationen mit Hilfsmitteln wie Tablets, Kommunikationstafeln, etc. zu unterstützen. Schließlich geht es bei jeder Art von Artikulationstherapie um den größtmöglichen Nutzen im Alltag.