Dysarthrietherapie

Unterstützende Maßnahmen für Atmung, Stimme, Aussprache und Interaktion im Rahmen einer Dysarthrietherapie bei neurologischen Erkrankungen.

Auch wenn es zahlreiche Gemeinsamkeiten gibt: Keine Dysarthrie infolge eines Schlaganfalls oder eines anderen neurologischen Ereignisses gleicht zu 100% der anderen und erst recht nicht die Lebenssituation der Betroffenen. Daher orientiere ich mich in der Dysarthrietherapie an den individuellen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen der Unterstützung suchenden Menschen.

Um herauszufinden, ob Sie selbst oder Ihr Angehöriger, beziehungsweise Ihre Angehörige oder auch Betroffene Ihrer Wohneinrichtung bei mir richtig sind, finden Sie auf dieser Seite typische Ausgangssituationen für eine Dysarthrietherapie, Grundsätzliches zu meiner Arbeitsweise und formale Voraussetzungen für den Beginn einer Dysarthrietherapie.

Mögliche Ausgangssituationen vor Beginn einer Dysarthrietherapie:

Behandlung von Atmung, Stimme und Aussprache nach einem Schlaganfall

Die Verbesserung oder Erhaltung der am Sprechen beteiligten Funktionen stehen im Mittelpunkt einer Dysarthrietherapie.

Häufig geht es darum, die Sprechatmung zu vertiefen, bzw. ungehindert laufen zu lassen. Das führt zu einer kräftigeren und geschmeidigeren Stimmführung durch die Sie sich mittels geschickter Betonung und deutlicher Aussprache mitteilen können.

Eine genaue Körperwahrnehmung ist ebenso wichtig wie gezielte Koordinations-, Kräftigungs-, bzw. Lockerungsübungen, die die am Sprechvorgang beteiligten Muskelgruppen unterstützen.

Sobald auch eine Aphasie vorliegt, sind entsprechende therapeutische Vorgehensweisen sinnvoll (siehe auch Aphasietherapie).

Behandlung von Atmung, Stimme und Aussprache bei fortschreitenden neurologischen Erkrankungen

Atmung, Stimmgebung, Betonung oder Aussprache stehen im Fokus einer Dysarthrie-Therapie, manchmal auch alle Bereiche zugleich. Soweit dies auch für Sie möglich ist, sollten diese Bereiche jedenfalls gefördert werden, denn oftmals kann allein schon ein besseres Haushalten mit den eigenen Kräften oder auch eine Veränderung des eigenen Fokus in der Gesprächssituation wesentliche Erleichterung bringen.

Sobald bei einer fortschreitenden Erkrankung allerdings nicht oder nicht mehr mit einer Verbesserung der Sprechfunktionen gerechnet werden kann, empfiehlt sich die Einbeziehung von Kompensationsstrategien. Ob dies nun elektronische Sprechhilfen,  Tablets, Apps, Bild- oder Symbolkarten, Kommunikationstafel, das Gebärden von Schlüsselwörtern oder sonstige Maßnahmen sein sollten, gilt es herauszufinden.

In jedem Fall verfolgt die Dysarthrie-Therapie das Ziel, Ihre persönliche Teilhabe am sozialen und beruflichen Leben zu unterstützen.

Grundsätzliche Herangehensweise in der Dysarthrietherapie

Wenn infolge eines Schlaganfalls oder auch einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung sich die Atmung, die Stimme und/oder die Aussprache verändern und eine Dysarthrie vorliegt, hat dies nicht nur für die betroffenen Menschen, sondern auch für deren soziales Umfeld Konsequenzen.

Mithilfe einer Dysarthrietherapie, die je nach Bedarf in der Praxis, bzw. im Hausbesuch Anwendung findet, wird das Miteinander erleichtert. Mit der Durchführung einer Dysarthrietherapie wird nicht nur auf die Verbesserung der Atmung, der Stimme und der Aussprache abgezielt, sondern es werden auch geeignete Strategien entwickelt, die helfen, kommunikative Ressourcen kräfteschonend und nachhaltig einzusetzen.